Archiv für Januar 2010


Montag, 25. Januar 2010

In den letzten Tagen hat mir ein Kunde ein Fax weitergeleitet, dass in aller Form auf die Dringlichkeit hinweist in Google – genauer gesagt Google Maps – eingetragen zu sein. Absender: eine britische Ltd. mit Sitz in the middle of nowhere. Die Kundendaten waren bereits vorab eingetragen, sogar inkl. der UST-ID Nummer (erstaunlich…), sodass nur noch unterschrieben & zurückgefaxt werden mußte. Das Wort “kostenlos” war quer im Text verstreut…nur im Kleingedruckten gab es einen kleinen Hinweis, dass dieser Service eine Laufzeit von 24 Monaten hat zu je 49 EUR/ Monat und das der Eintrag selbst eigentlich nichts kostet, sondern nur die (einmalige!)  “Dienstleistung” berechnet wird.

Kurz gesagt: Nepper, Schlepper, Bauernfänger – sowas braucht kein Mensch, aber die Abzocker schlafen auch hier nicht. Der kostenlose Google Maps Eintrag wurde entweder bereits von Google selbst zusammen gebastelt anhand der Daten die im Internet zum Unternehmen ohnehin kursieren (z.B. in Branchenbüchern der Auskunft), oder aber – besser – vom jeweiligen Unternehmensinhaber selbst verwaltet und dabei gezielt für die Kundengewinnung eingesetzt. Kostenlos!

Also aufgepaßt wenn Sie das nächste Mal ein ähnliches Fax oder eine E-Mail erreicht…im Zweifel lieber einmal zuviel in die Runde Ablage damit, als einmal zu wenig!

Ihr

Alexander Zotz

PS: Der Kunde ist natürlich längst optimal präsent bei Google…gibt ja Leute die sich mit sowas auskennen! :-)

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Montag, 11. Januar 2010

Kennen Sie das? Die Leistungen der bisherigen Agentur reichen nicht (mehr) und daher ist die Zeit reif mal wieder zu wechseln. Es werden zahlreiche Angebote eingeholt, auch von der Agentur zu der der Chef einen “guten” Draht hat (weil er immer lecker zum Essen eingeladen wird). Dann werden die Leistungen kurz überflogen und wer nicht total aus dem Rahmen fällt und zu den 3 billigsten Angeboten gehört, wird eingeladen zum Schaulaufen.

Oftmals werde ich gefragt woran man eine gute Agentur erkennt und da bleibt leider nur: Dadurch, dass man früher bereits nachweisbar gute Erfahrungen in der persönlichen Zusammenarbeit gemacht hat. Bei der Auswahl einer neuen Agentur sehe ich mir inzwischen gerne die Köpfe, die später operativ am Hebel sind ganz genau an. Hintergrund: Marketingbudgets steigen oder werden in den Online-Kanal verlagert, alle Agenturen kommen aber mit der Besetzung durch qualifiziertes Personal gar nicht mehr nach. Gute Leute mit Erfahrung im Online Bereich sind schwer zu finden und fürstlich zu bezahlen. Also was nun? Die Lösung der meisten Agenturen: Kommet Ihr Studenten und Praktikanten, oh kommet doch all. Nichts gegen Studenten, aber ein Betreuer mit jahrelanger Erfahrung z.B. im SEM bei der Optimierung von Google Accounts kann einfach nicht durch einen Quereinsteiger aufgewogen werden. Aber: Was der Kunde nicht weiß…

Daher wird nachdem die Geschäftsführung freundlich grinsend und die Welt versprechend den Pitch gewonnen hat, oftmals nur die zweite und dritte Garde aufgefahren, und erst wenn das dem Kunden (der doch klüger ist als erwartet) nicht reicht, gehen vielleicht die Profis ans Werk und retten was zu retten ist. Daher prüfen Sie bei der Entscheidung für oder gegen eine neue Agentur gerade im SEM Bereich ruhig mal, wer da später operativ für Sie zuständig ist. Minimum 2-3 Jahre Erfahrung im Umgang mit ähnlich gelagerten Accounts sollten es schon sein. Ich selbst gehe inzwischen gerne dazu über, mir schlicht die Stellenanzeigen von Agenturen auf deren Homepage anzusehen, um mir einen ersten Eindruck zu verschaffen. Wenn sich hier nur Aushilfsjobs finden, darf man sich nicht wundern wenn trotz (oder eben gerade wegen) der günstigen Preise am Ende die Qualität nicht stimmt. Aber bis dahin ist locker wieder ein Jahr vergangen und dann geht das Agentur-Wechsel-Dich Spielchen von vorne los…

Drum prüfe wer sich länger bindet (bzw. binden möchte),

Alexander Zotz

PS: Gerade am Punkt Agenturauswahl schadet es übrigens nichts einen neutralen Berater dabei zu haben, der schon so einiges erlebt hat…

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Freitag, 08. Januar 2010

Haben Sie schonmal ein Buch ohne Inhaltsverzeichnis vornedran gesehen? Nein? Google kämpft jeden Tag mit Millionen Internetseiten, die über kein Inhaltsverzeichnis verfügen. Und da Google es bequem mag, werden die Homepages mit einer entsprechenden Übersicht natürlich bevorzugt. Das Inhaltsverzeichnis aus Büchern läßt sich ins Internet übertragen in Form einer Sitemap sowie sog. Metatags auf jeder einzelnen Seite Ihrer Homepage. Diese Metatags sind für den normalen Besucher nicht sichtbar im Quelltext einer html-Seite hinterlegt und beschreiben in aller Kürze, worum es denn auf dieser Seite thematisch geht.

Prüfen Sie gerne einmal auf meiner Homepage, wie so etwas aussehen kann bzw. sollte, indem Sie z.B. mit dem Firefox meine Startseite unter www.alexander-zotz.de aufrufen oben im Browser auf das Menü “Ansicht” – “Seitenquelltext anzeigen” gehen. Dann wird ein Dokument geöffnet, in der der Quellcode der jeweiligen Webseite liegt. Ganz oben finden Sie die “meta” Angaben wobei die sog. “description” also die Beschreibung der Seite am wichtigsten ist. Genau dies liefert Google übrigens auch bei Suchanfragen aus, als kleinem Text zur jeweiligen Seite.

Immer wieder stoße ich auf Kunden, bei deren Homepage es leider schon an diesen Basics fehlt. Gute Metatags für jede einzelne Seite (ja, das macht Arbeit!) Ihrer Homepage zu haben, ist oftmals schon ein großer Punkt wenn es um Suchmaschinenoptimierung geht, um bei Google “weiter oben” zu stehen. Sagen Sie Google, was Sie zu bieten haben, dann kann Google Sie bei Suchanfragen auch entsprechend gut berücksichtigen! :)

Übersicht ist alles!

Alexander Zotz

PS: Sie dürfen sich gerne meine Metatags rauskopieren und für sich selbst adaptieren, bei Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

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